1954 Ferrari 375-Plus für 13,4 Mio. Euro versteigert

von Oliver Karthaus am 3. Juli 2014 in Luxus-Auktionen geschrieben.
Beim Goodwood Festival of Speed 2014 kam dieser 1954 Ferrari 375-Plus für die stolze Summe von 13,7 Millionen Euro unter den Hammer. (Fotos: Bonhams)
Beim Goodwood Festival of Speed 2014 kam dieser 1954 Ferrari 375-Plus für die stolze Summe von 13,7 Millionen Euro unter den Hammer. (Fotos: Bonhams)

Bei dem legendären Goodwood Festival of Speed (26. bis 29. Juni 2014) werden nicht nur die neusten Supersportwagen der Öffentlichkeit präsentiert, sondern auch kostbare Klassiker für Millionenbeträge versteigert. Am Wochenende war es ein Klassiker aus dem kleinen italienischen Ort Maranello, der beim Auktionshaus Bonhams für die Rekordsumme von 10,7 Millionen Britische Pfund (umgerechnet etwa 13,4 Millionen Euro) unter den Hammer kam. Bei dem roten Sportwagen handelt es sich natürlich um einen Ferrari, genau genommen um einen Ferrari 375-Plus aus dem Jahr 1954, der die Chassisnummer 0384AM trägt. Mehr Geld wurde laut Bonhams noch nie bei einer Auktion für einen Ferrari Sport-Rennwagen ausgegeben. Wie das Auktionshaus erklärt, ist es überhaupt die dritthöchste Summe, die je bei einer Versteigerung für ein Auto ausgegeben wurde.

Der Ferrari gewann unter anderem in Silverstone

Der ehemalige Werksrennwagen kann auf eine glorreiche Vergangenheit zurückblicken. Vor 60 Jahren war es der italienische Rennfahrer Umberto Maglioli, der hinter dem Lenkrad des Ferrari 375-Plus bei der legendären Mille Miglia antrat. Rennfahrer José Froilán González holte mit dem roten Rennwagen den Sieg beim Grand Prix in Silverstone. Lange war der Ferrari 375-Plus aber nicht auf den internationalen Rennstrecken unterwegs: Bereits im Jahr 1955, nach dem 24- Stunden-Rennen von Le Mans, bei dem sich der Ferrari als Rundenschnellster in die Geschichtsbücher eintrug, wurde er wieder aus dem Verkehr gezogen.

Im Vorfeld der Auktion wurde der Ferrari 375-Plus mit viel Aufwand in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Die traumhaft schöne Karosserie wurde damals von der Carozzeria Pininfarina gebaut. Statt der 4,5-Liter-Maschine, die im regulären Straßenmodell zum Einsatz kommt, steckt im 375-Plus ein 4,9-Liter-V12- Motor. Zum Käufer des Rennwagens gibt es noch keine Informationen. Es dürfte sich jedoch um einen Sammler handeln, der das Stück nun in seine gut behütete Sammlung aufnimmt. Weitere Fotos des Ferrari 375-Plus können Sie sich in der Galerie unterhalb dieses Artikels ansehen.

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Autor
Oliver Karthaus ist Gründer und Chefredakteur des 2006 gestarteten Luxus-Magazins Luxusblogger.de. Der erfolgreiche Entrepreneur (ging mit seinem Unternehmen schon 1996 online und führt heute u.a. mehrere erfolgreiche Online-Magazine) schreibt vor allem über luxuriöse Autos und Immobilien.
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