Bella Italia! Familientauglicher Ferrari FF

von Oliver Karthaus am 23. Februar 2011 in Luxus-Autos geschrieben.
Ferrari will mit dem FF einen Sportwagen für Familien vorstellen. (Foto: © Ferrari)
Ferrari will mit dem FF einen Sportwagen für Familien vorstellen. (Foto: © Ferrari)

Ferrari wird seine Fans auf dem diesjährigen Genfer Autosalon (3. bis 13. März) mit der Präsentation seines neusten Modells vermutlich gehörig überraschen. Denn der Nachfolger des 612 Scaglietti ist ein familientauglicher Ferrari namens FF (“Ferrari Four”). Rein optisch gibt es durch die überlange Front und dem kurzen Heck durchaus Ähnlichkeiten mit seinem Vorgänger, doch die Dachlinie ist deutlich höher als beim Scaglietti. In dem Gepäckraum-Volumen von 450 Litern lassen sich so einige Koffer unterbringen, bei Bedarf können die Rücksitze auch umgeklappt und das Gepäckabteil auf 800 Liter vergrößert werden. Am untypischsten für einen Ferrari ist jedoch, dass der FF über vier Sitze verfügt und seine vier Räder angetrieben werden – mit Allradantrieb. Berichten zufolge soll hier eine System namens 4RM eingebaut worden sein, dass nur die Hälfte von herkömmlichen Allradsystemen wiegt. Sein Versprechen aus dem letzten Jahr, nach dem es niemals einen Ferrari mit vier Türen geben wird, hat Ferrari-Chef Amedeo Felisa jedoch eingehalten: Wie jeder Ferrari besitzt auch der FF nur zwei Türen. Für die Italiener ist der FF dennoch ein “entscheidender Bruch mit der Vergangenheit”, verstehen das neue Modell aber mehr als Revolution denn als Evolution.

Die Leistung des gerade einmal 1790 Kilogramm leichten FF kann sich mehr als sehen lassen: Mit einem 6,3 Liter V12-Motor mit 660 PS und einem maximalen Drehmoment von 683 Nm bei 6000 U/min schafft der Italiener den Sprint von auf 100 km/h in 3,7 Sekunden und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 335 km/h. Weitere technische Details sollen in Genf bekannt gegeben werden. Auch das serienmäßige Start-Stopp-System kann nicht verhindern, dass der FF auf 100 Kilometer etwa 15,4 Liter Sprit verbraucht und dabei pro Kilometer 360 Gramm CO2 in die Atmosphäre bläst. Wem dies egal ist, der kann den FF voraussichtlich noch in diesem Jahr beim Händler seines Vertrauens käuflich erwerben. Der Einstandspreis liegt bei über 200.000 Euro.

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Autor
Oliver Karthaus ist Gründer und Chefredakteur des 2006 gestarteten Luxus-Magazins Luxusblogger.de. Der erfolgreiche Entrepreneur (ging mit seinem Unternehmen schon 1996 online und führt heute u.a. mehrere erfolgreiche Online-Magazine) schreibt vor allem über luxuriöse Autos und Immobilien.
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