Weltweit erstes James Bond Museum eröffnet

von Oliver Karthaus am 5. April 2009 in Mehr Luxus geschrieben.
Das 2009 eröffnete James Bond-Museum im englischen Cumbria zeigte zahlreiche Original-Stücke aus bekannten Bond-Filmen mit Roger Moore, Pierce Brosnan und Sean Connery.
Das 2009 eröffnete James Bond-Museum im englischen Cumbria zeigte zahlreiche Original-Stücke aus bekannten Bond-Filmen mit Roger Moore, Pierce Brosnan und Sean Connery.

Kaum eine andere Filmfigur steht so für Luxus, Glamour und Coolness wie Ian Flemings berühmter Geheimagent seiner Majestät: James Bond. Passend dazu eröffnete im April 2009 ein James Bond Museum in Cumbria, einer Grafschaft im nordwestlichen England. In dem Museum wurden eine Reihe von Fahrzeugen, Spielereien und Apparaten aus den Actionfilmen gezeigt. Die Sammlung wurde in einem ehemaligen Supermarkt in Keswick ausgestellt und laut dem Besitzer Peter Nelson war dies das weltweit erste Bond Museum. Die Highlights der Ausstellung waren ein umgerüsteter Triumph Stag, den Sean Connery in Diamantenfieber fuhr und der Lotus Esprit Turbo aus Der Spion, der mich liebte. Weitere Stücke waren ein russischer T55 Panzer aus dem Film GoldenEye, mit dem Pierce Brosnan durch die Straßen von St. Petersburg fuhr und der original Colibri Colt aus dem Bond- Streifen Der Mann mit dem goldenen Colt mit Roger Moore.

Bond-Museum wurde wieder geschlossen

20 Jahre sammelte der 48-jährige Besitzer Mr. Nelson die Erinnerungsstücke, die er auf Auktionen erstand oder die von Schauspielern, der Crew und den Bond- Filmemacher Eon Productions Ltd. an das Museum gespendet wurden. Die große Leidenschaft des ehemaligen Zahnarztes begann schon im frühen Alter. Bereits als Junge habe er die Bücher von Bond-Autor Ian Fleming verschlungen und sich die Filme angesehen, die ihn fasziniert hätten. Der britische Humor, Glamour und die Raffinesse von Bond seien Eigenschaften gewesen, die jeder kleine Junge in seinem Leben wünsche. Mr. Nelson, der auch ein Museum mit Autos von Stars („Cars of the Stars“) in Keswick führte, hat nach eigenen Angaben eine hohe sechsstellige Summe in die James-Bond-Sammlung gesteckt.

Das Eröffnungsdatum am 5. April wurde gewählt, um Albert Cubby Broccoli, den Produzent der original Bond-Filme, zu würdigen, der an diesem Tag seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte. Zu seinen Ehren wurde im Bond-Museum eine Büste aufgestellt. Seit der Eröffnung wurde die Bond-Sammlung kontinuierlich erweitert. Weitere Autos von James Bond waren in Nelsons Museum Cars of the Stars zu bewundern, zum Beispiel der Aston Martin DB5 aus Goldfinger und Feuerball, oder der Nachfolger DBS aus Im Geheimdienst Ihrer Majestät. Das Motorrad Kawasaki Z900 wurde von einem Verfolger als Waffe genutzt, als Roger Moore und Barbara Bach in Der Spion, der mich liebte über den Plan von Stromberg diskutierten.

Inzwischen wurde sowohl das James-Bond-Museum als auch das Schwester- Museum Cars of the Stars geschlossen. Der letzte Öffnungstag war der 6. Mai 2011. Danach wurden sämtliche Ausstellungsstücke der beiden Museen nach Miami (Florida) überführt, wo sie von dem amerikanischen Geschäftsmann Michael Dezer übernommen wurden. Dezer ist ein leidenschaftlicher Autofan und führt selbst eines der größten Auto-Museen in den USA. Hier sind Klassiker aus der ganzen Welt zu bestaunen, darunter auch ein 1928 Duesenberg, dessen Wert auf über 1 Million US-Dollar geschätzt wird. Die “Dezer Collection” umfasst über 1200 Autos, darunter rund 100 Fahrzeuge von Stars, zahlreiche Autos aus berühmten Filmen wie Harry Potter, Knight Rider, Zurück in die Zukunft und die James-Bond-Sammlung. Das Museum hat täglich von 10-18 Uhr geöffnet.

Autor
Oliver Karthaus ist Gründer und Chefredakteur des 2006 gestarteten Luxus-Magazins Luxusblogger.de. Der erfolgreiche Entrepreneur (ging mit seinem Unternehmen schon 1996 online und führt heute u.a. mehrere erfolgreiche Online-Magazine) schreibt vor allem über luxuriöse Autos und Immobilien.
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