Begehrte Antiquität: Biedermeier- & Barockmöbel

Antiquitäten - Artikel vom 17. Oktober 2012
Ob Biedermeier oder Barock: Ein Fachmann kann Antikmöbel, die ihren Glanz eingebüßt haben, in neuem Glanz erstrahlen lassen und sogar zerstörte Möbel neu anfertigen.
Ob Biedermeier oder Barock: Ein Fachmann kann Antikmöbel, die ihren Glanz eingebüßt haben, in neuem Glanz erstrahlen lassen und sogar zerstörte Möbel neu anfertigen.

Zu den begehrtesten Antiquitäten gehört Mobiliar aus der Biedermeierzeit (ca. 1815-1848), das sich durch einen eleganten aber schlichten Stil auszeichnet. Die typischen Möbel aus dieser Zeit sind – anders als die Möbelstücke aus früheren Epochen – weniger auf Repräsentativität ausgerichtet, sondern wurden vor allem als gemütliche und zweckmäßige Möbel konzipiert. Vor allem kleinere Möbel wie Nähtische, Kommoden oder Sekretäre wurden in dieser Zeit sehr beliebt. Aber auch Großmöbel wie Sofas, Tische und Stühle, Schränke oder … weiterlesen »

Kopie der Magna Carta für 21,2 Millionen US-Dollar versteigert

Antiquitäten und Luxus-Auktionen - Artikel vom 19. Dezember 2007

Wie wir bereits berichtet haben, wurde gestern die seltene Kopie der Magna Carta aus dem 13. Jahrhundert bei Sotheby’s versteigert. Höchstbietender und damit neuer Besitzer des seltenen Dokuments ist David Rubenstein aus der Carlyle Group, einer privaten Anlegerfirma, der für $21.3 Millionen den Zuschlag erhielt. Vorher befand sich das Dokument in Besitz der Perot Foundation, die es in den frühen 80er Jahren für $1.5 Millionen erworben hatte – eine echte Investition, wie der aktuelle Preis beweist. Eine Kuriosität am Rande der Auktion: Rubinstein, der Gründer der durchaus umstrittenen und manchmal etwas geheimnisvoll erscheinenden Firma, gab seine Gebote per Telefon ab, obwohl er sich selbst im Auktionsraum befand.

Tisch aus dem 17. Jahrhundert in Pizzeria gefunden und für $2,2 Millionen US-Dollar versteigert

Antiquitäten und Luxus-Auktionen - Artikel vom 5. Dezember 2007

KabinetttischDas passiert nicht alle Tage: Der barocke Tisch aus dem 17. Jahrhundert stand für viele Jahre in der Bar eines italienischen Restaurants in der Nähe von York, ca. 300 km entfernt von London, und wurde gestern gemeinsam mit dem passenden Aufsatz für $2,2 Millionen US-Dollar bei Sotheby’s versteigert. Die handgeschnitzte, vergoldete Basis des Tischs, die Jünglinge darstellt, die den Tisch stützen, wurde wieder mit dem dekorativen Aufsatz, das den Papast zeigt, der gerade die Menschen segnet, vereint. Es wird vermutet, dass die beiden Stücke bereits im zweiten Weltkrieg getrennt wurden. Über 20 Jahre hat Mario Tavella nach der Basis des Kabinetttisches gesucht und ist schließlich fündig geworden, als er Anfang diesen Jahres ein Foto zugeschickt bekam. Verkauft wurde das wertvolle Stück durch den York Conservation Trust, dem die Gebäude gehören, die 2002 von der Pizzeria Ask angemietet wurden und in denen sich der vermisste Teil befand. Der Erlös wird zwischen dem Trust und einem privaten Paar aufgeteilt, die im Besitz das Aufsatzes waren. Quelle: York Press

Seltenes Jugendstilbuch zu ersteigern

Antiquitäten und Luxus-Auktionen - Artikel vom 2. Dezember 2007

artnouveauFür Lieberhaber des Jugendstils bietet die Swann Gallery am 19. Dezember im Rahmen der Auktion “Seltene und wichtige Jugendstilwerke” ein ganz besonderes Stück an. Unter den Hammer kommt ein Buch, das 138 handkolorierte Abzüge von Jugendstilmeister Alphonse Mucha enthält. Dieses Buch, in dem Mucha eine Kolorierung mit Wasserfarben auf vorgedruckten Skizzen einsetzte, zegt das ganze Können des Meisters. Es präsentiert Muchas vollständigstes Werk im Jugendstil. Seit 1897, als der Salon de Cent über 400 Werke von Mucha in einer Ausstellung zeigte, also seit 110 Jahren, wurde das Buch nicht mehr ausgestellt. Experten schätzen, dass eine Versteigerung des Buches zwischen $300,000 und $400,000 einbringen könnte.

Alte Meister im Dezember zu ersteigern

Antiquitäten und Luxus-Auktionen - Artikel vom 26. November 2007

Zu den Verkäufern der über 100 Millionen Euro schweren Verkäufer gesellen sich nächsten Monat in London auch die Familien Vanderbilt und Philips, die vom Wertanstieg alter Meister profitieren. Die Vanderbilts, die ein Vermögen mit Schifffahrt und Eisenbahnen machten, bieten am 5. Dezember bei Sotheby’s J.M.W. Turners “Bamborough Castle” aus dem Jahre 1830 zur Versteigerung an, dessen Wert auf 3,75 Millionen Euro geschätzt wird. Das Bild ist seit 1890 im Besitz der Familie und wurde seitdem von Generation zu generation weitergegeben. Anton Philips, Nachfahre der Royal Philips Eclectronics will seinerseits nur einen Tag später alte Meister im Wert von 18 Millionen Euro bei Christie’s unter den Hammer bringen, einschließlich eines Ölbildes von Peter Paul Rubens. Johan Bosch van Rosenthal, Kunstkenner und Berater der Familie Philips erklärt, dass die Familie keine Sammelleidenschaft besitzt und sie sich nicht dem Stress aussetzen möchten, Objekte mit diesem Wert zu besitzen. Alleine das Rubens-Gemälde wird auf einen Wert von 9 Millionen Euro geschätzt und zeigt die Front- und Seitenansicht eines jungen Männergesichts. Vermutlich ist es um 1615 herum entstanden und diente als Vorarbeit zu einer späteren Arbeit. 1934 verkaufte Christie’s das Gemälde für umgerechnet 2340 Euro, wahrscheinlich erwarb es Anton Philip kurze Zeit später zu einem ähnlichen Preis – was heute unter Berücksichtigung der Inflation ungefähr 114.000 Euro entspricht. Während des Zweiten Weltkriegs lagerte Philips dieses und andere Kunstwerke in 60 Containern.

Sotheby’s versteigert seltene Kopie der Magna Carta aus dem 13. Jh.

Antiquitäten und Luxus-Auktionen - Artikel vom 24. November 2007

Am 18. Dezember kommt eine seltene Kopie der berühmten Magna Carta aus dem 13. Jahrhundert bei Sotheby’s unter den Hammer, also eine Kopie des Dokuments, das die Bürgerrechte im englischen Gesetz festhält. Schätzungen von Sotheby’s zufolge soll das aus der Perot Stiftung stammende Pergament zwischen $20 und $30 Millionen Dollar erzielen. Es wurde im Jahre 1984 von H Ross Perot erworben und konnte aber bis vor kurzem in den Nationalarchiven in Washington besichtigt werden. Die Magna Charta entstand nach einem Streit zwischen dem englischen König Johann Ohneland und englischen Baronen, die den König dazu zwangen, der Satzung zuzustimmen, die Freiheit und das Recht auf Eigentum denen zusicherten, die als “freie Männer” galten. Auch einige Beschränkungen der Königsbefugnisse sind in der Carta enthalten. Die hier festgeschriebenen Rechte führten unter anderem zu dem Habeas-Corpus-Prinzip, das auch heute noch im Rechtsgebrauch eingesetzt wird und das Personen vor unrechtmäßiger Gefangennahme schützt. Das bei Sotheby’s zur Versteigerung ausgeschriebene Dokument ist auf das Jahr 1297 datiert und wurde von König Edward I. versiegelt. Es war das einzige seiner Art in Privatbesitz.

Fabergé-Ei bei Christie’s

Antiquitäten und Luxus-Auktionen - Artikel vom 7. Oktober 2007

faberge-eiWenn dieses Fabergé-Ei im nächsten Monat (28. November) bei Christie’s unter den Hammer kommt, die Experten mit ihren Schätzungen richtig liegen und das Ei tatsächlich einen Preis von £9 Millionen (umgerechnet über 13 Millionen Euro) erzielen sollte, dann wäre dies ein neuer Rekord bei Fabergé-Auktionen. Dieses auserlesene juwelenbesetzte Ei aus Gold und pinker Emaille war Kunstfachleuten und Fabergé-Experten gänzlich unbekannt, bis es dem Auktionshaus von einem nicht genannten Mitglied der Rothschild-Dynastie vorgelegt wurde. Hergestellt wurde es als Hochzeitsgeschenk von Karl Fabergé im Jahre 1902 in St. Petersburg und seitdem befand es sich im Besitz des französischen Zweigs der Familie. Das zweitgrößte Fabergé-Ei stellt auf der Vordereite eine Uhr dar, aus der oben zu jeder vollen Stunde ein junger Hahn hervortritt, mit seinen Flügeln flattert und mit dem Kopf nickt. Jede Vorführung dauert 15 Sekunden. Mit einem Verkaufspreis von über 13 Millionen Euro würde der Rekord aus dem Jahre 2002 gebrochen werden, der mit der Versteigerung eines Fabergé-Eis für knapp 10 Millionen Euro aufgestellt wurde. Ein Großteil des Verkaufserlöses soll einer Stiftung der Rothschild Familie zugute kommen, die klassische Musik fördert.