Mercedes-Maybach 6 – Blech gewordener Auto-Traum

von Oliver Karthaus am 26. August 2016 in Luxus-Autos geschrieben.
Der Mercedes-Maybach 6 ist ein Blech gewordener Auto-Traum. Die Studie des 5,70 Meter langen Coupés hat Mercedes in Pebble Beach präsentiert. (Fotos: Daimler)
Der Mercedes-Maybach 6 ist ein Blech gewordener Auto-Traum. Die Studie des 5,70 Meter langen Coupés hat Mercedes in Pebble Beach präsentiert. (Fotos: Daimler)

Bei vielen Traumautos handelt es sich um Konzepte, die in ihrer gezeigten Form niemals in Serie gehen werden. Das ist auch bei dem jüngst in Pebble Beach enthüllten Mercedes-Maybach 6 nicht anders. Sehr schade, denn das fast 6 Meter lange Luxuscoupé ist ein Blech gewordener Traum. Unter der extrem langen Motorhaube steckt im Gegensatz zu der vor einigen Jahren vorgestellten Studie Maybach Exelero kein dickes V12-Aggregat, sondern ein Elektromotor. Mit 750 PS und Allradantrieb katapultiert der Mercedes-Maybach 6 seine Insassen in vier Sekunden auf Tempo 100. Erst bei 250 km/h schiebt die Elektronik dem Beschleunigungsdrang einen Riegel vor. Mit einer Ladung soll die Studie im eleganten Maybach Rot bis zu 500 Kilometer weit kommen.

Mercedes-Maybach 6

Mercedes-Maybach 6 misst Puls des Fahrers

Innen präsentiert sich der Mercedes-Maybach 6 im modernen Design, verzichtet aber auf aktuelle Trends wie Autonomes Fahren oder große Displays, die als Instrumentenanzeige dienen. Stattdessen gibt es klassische, analoge Instrumente, die den Designern zufolge von Autofahrern als wertiger empfunden werden als digitale Anzeigen. So ganz verzichtet der Mercedes-Maybach 6 aber dennoch nicht auf futuristische Technikspielereien. So sind zum Beispiel in die edlen Sitze integrierte Sensoren in der Lage, den Puls und die Körpertemperatur der Insassen zu erfassen und darauf zu reagieren. Wirkt der Fahrer gestresst oder ist ihm heiß, verwöhnt ihn das Auto mit einer entspannenden Massage oder kühlt den Innenraum ab.

Mercedes-Maybach 6

Kameras statt Rückspiegel

Auch auf klassische Rückspiegel verzichten die Designer bei den Flügeltüren. Stattdessen sind bei dem Mercedes-Maybach 6 Kameras verbaut, deren Bild innen auf einem Head-up-Display angezeigt wird, das über die gesamte Breite der Frontscheibe reicht. Beim Design des 2+2-Sitzers fällt neben der eleganten Linie der wuchtige Kühlergrill auf. Der ist laut den Mercedes-Designern von einem Nadelstreifenanzug inspiriert. Daneben fallen die sehr schmalen Front- und Rückleuchten sowie die gigantischen 24-Zoll-Felgen auf. Übrigens: Mit einer Länge von 5,70 Metern ist der Mercedes-Maybach 6 noch einmal 40 Zentimeter länger als der Rolls-Royce Wraith und rund 70 Zentimeter länger als das Mercedes S-Klasse Coupé.

Autor
Oliver Karthaus ist Gründer und Chefredakteur des 2006 gestarteten Luxus-Magazins Luxusblogger.de. Der erfolgreiche Entrepreneur (ging mit seinem Unternehmen schon 1996 online und führt heute u.a. mehrere erfolgreiche Online-Magazine) schreibt vor allem über luxuriöse Autos und Immobilien.
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