Rolls-Royce Vision Next 100 – radikales Konzeptauto

von Oliver Karthaus am 23. Juni 2016 in Luxus-Autos geschrieben.
Rolls-Royce hat zum 100. Geburtstag von BMW das radikale Rolls-Royce Vision Next 100 Konzept (Codename: 103EX) vorgestellt. (Fotos: BMW)
Rolls-Royce hat zum 100. Geburtstag von BMW das radikale Rolls-Royce Vision Next 100 Konzept (Codename: 103EX) vorgestellt. (Fotos: BMW)

Anlässlich des 100. Geburtstags des bayerischen Autobauers BMW in diesem Jahr hat Konzerntochter Rolls-Royce mit dem “Vision Next 100” (Codename 103EX) ein wirklich außergewöhnliches Concept-Car entworfen. Konzernchef Torsten Müller-Ötvös hat die revolutionäre Studie in London der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie reiht sich nahtlos in die anderen Modelle der Konzeptreihe “Vision Next100” ein, die aus einem Mini, BMW und BMW Motorrad besteht. Doch was hat das Concept-Car von Rolls-Royce zu bieten?

Rolls-Royce wird sportlicher

Die britische Luxusmarke, die im Fuhrpark zahlreicher Königshäuser der Welt zuhause ist, zeichnet sich seit jeher durch ihr majestätisches Design aus. Damit könnte es jedoch bald vorbei sein. Denn folgt man der immer noch stattlichen 5,90 Meter langen “Vision Next 100″ könnte Rolls-Royce in Zukunft deutlich sportlicher werden – wohlgemerkt nicht in naher Zukunft, denn falls der Entwurf überhaupt umgesetzt wird, dann frühestens im Jahr 2040. Das Design greift Elemente aus früheren Rolls-Royce-Modellen auf und kombiniert diese mit futuristischen Merkmalen. Während das Heck an Modelle aus den 1920er Jahren erinnert, ähnelt die Form insgesamt einem schnellen Boot oder Katamaran. Ins Auge springen vor allem die halb verkleideten 28”-Reifen, die aus jeweils 65 Teilen bestehen und den Wagen schwebend erscheinen lassen.

Rolls-Royce Vision Next 100

Autonomes Fahren im Rolls-Royce Vision Next 100

Bis dahin dürfte sich auch bei einem Traditionsunternehmen wie Rolls-Royce einiges ändern. So soll “Vision Next 100” nicht mehr von einem 12 Zylinder-Motor angetrieben werden, sondern rein elektrisch. Nähere Details zum Elektroantrieb wurden bislang nicht bekannt gegeben. Da, wo sich bislang der Motor befand, ist nun Platz für Gepäck, das über die Seite eingeladen wird. Außerdem soll das Auto – abgestimmt auf die Pläne und Vorlieben seines Besitzers – völlig autonom fahren. Mit anderen Worten: Das Auto navigiert seine Passagiere auf deren bevorzugten Strecken und kennt natürlich auch ihre Lieblingsrestaurants, in denen sie standesgemäß dinieren können.

Luxus im Innenraum

Auch wenn sich das Design der “Vision Next 100” radikal von den bisherigen Rolls-Royce Modellen unterscheidet, sollen die Insassen nach wie vor auf keinerlei Komfort im Innenraum verzichten müssen. Dazu gehört natürlich nicht nur der in der Tür versteckte Regenschirm. Schon der Einstieg mit dem nach oben aufklappenden Dach und der sich seitlich nach hinten öffnenden einzigen Tür ist einladend. Dass sich hier jeder Fahrgast wie ein Prominenter fühlen darf und soll, zeigt ein roter Scheinwerfer unter der Tür, der ähnlich wie ein roter Teppich den Weg bis zum Einstieg auf dem Boden rot beleuchtet.

Und es gibt weitere Änderungen im Innenraum: So ist der Innenraum nicht nur mit Holzapplikationen ausgestattet, sondern teilweise auch mit Seide überzogen. Statt des Cockpits mit Lenkrad und Armaturenbrett findet sich hier ein gemütliches Sofa, auf dem zwei Fahrgäste Platz nehmen und sich bei Bedarf ihren Lieblingsfilm oder nützliche Informationen auf dem großen OLED-Bildschirm ansehen können. Hier steht “Eleanor” als persönliche virtuelle Assistentin zur Verfügung, benannt nach Eleanor Thornton, die vor mehr als 100 Jahren für Bildhauer Charles R. Sykes Modell stand, der nach ihr die berühmte Kühlerfigur “Emily” von Rolls-Royce entwarf.

Autor
Oliver Karthaus ist Gründer und Chefredakteur des 2006 gestarteten Luxus-Magazins Luxusblogger.de. Der erfolgreiche Entrepreneur (ging mit seinem Unternehmen schon 1996 online und führt heute u.a. mehrere erfolgreiche Online-Magazine) schreibt vor allem über luxuriöse Autos und Immobilien.
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