Teuerster Tee der Welt setzt auf Panda-Dung

von Oliver Karthaus am 17. November 2011 in Genießer & Gourmet geschrieben.
Panda-Dung hilft bei der Herstellung des teuersten Tees. (Foto: © Alexandra H. / Pixelio)
Panda-Dung hilft bei der Herstellung des teuersten Tees. (Foto: © Alexandra H. / Pixelio)

Der chinesische Geschäftsmann An Yanshi möchte eine neue Teesorte auf den Markt bringen. Ganz nebenbei soll es sich dabei um den teuersten Tee der Welt handeln. Gerade in der kühlen Jahreszeit ist Tee besonders beliebt. Ob der Tee von An Yanshi jedoch ähnlich gut bei den Kunden ankommt, wie andere Sorten, kann noch gar nicht gesagt werden. Das hat zwei Gründe: Zum einen hat ihn noch niemand probiert und zum anderen wird der teuerste Tee der Welt nicht etwa auf traditionelle Art und Weise hergestellt, sondern mit Unterstützung der Ausscheidungen von Pandabären gewonnen. Die kommen jedoch nicht direkt in den Tee, sondern dienen lediglich als Dünger für die Teepflanzen. Nach Meinung des ideenreichen Geschäftsmanns könnte sich der Tee besonders gut zum Schutz vor Krebs eignen, da sich Pandas bekanntlich ausschließlich von Bambusblättern ernähren. Die Panda-Ausscheidungen sollen – wenn es nach dem Wunsch des Erfinders geht – diese positive Eigenschaft an die Teepflanze abgeben.

Ein Pfund Tee aus der ersten Ernte kostet 25.000 Euro

Ob der Panda-Tee Genießer rund um den Globus in Verzückung geraten lässt, wird sich erst nach der ersten Ernte zeigen. Ein Pfund Tee der ersten Ernte wird An Yanshi zufolge 219.000 Yuan (umgerechnet 25.000 Euro) kosten. Die “21” steht in China für das 21. Jahrhundert und die “9” symbolisiert für Chinesen ein langes Leben. Wem der Tee zu teuer ist, der muss sich bis zur zweiten Ernte gedulden: Hier soll ein Pfund Tee dann nur noch 20.000 Yuan pro Pfund kosten. Das sind zwar immer noch ca. 2.300 Euro, aber schon deutlich günstiger als der Premieren-Tee, von dem man noch gar nicht weiß, wie er schmeckt.

Die Idee, die Qualität eines Getränks mit Unterstützung von Tieren zu verbessern, ist nicht neu. Der weltweit teuerste Kaffee (Kopi Luwak) wandert – bevor er in der Tasse der Verbraucher landet – durch den Organismus eines Fleckenmusang. Die kleinen katzenähnlichen Tiere lieben die roten, süßen Kaffeekirschen und scheiden die Kaffeebohne auf natürlichem Wege wieder aus. Auf ihrer “Reise” werden die harten Kerne von Schadstoffen befreit und verlieren einen Großteil ihres Koffeins. Das Endprodukt ist eine sehr milde und schmackhafte Kaffeebohne. Hierzulande kosten 100 Gramm des edlen Kaffees etwa 30 Euro. Kopi Luwak ist jedoch ein extrem seltenes Produkt und entsprechend sehr begehrt: Pro Jahr werden nur zwischen 200 und 400 Kilogramm produziert – weltweit!

Autor
Oliver Karthaus ist Gründer und Chefredakteur des 2006 gestarteten Luxus-Magazins Luxusblogger.de. Der erfolgreiche Entrepreneur (ging mit seinem Unternehmen schon 1996 online und führt heute u.a. mehrere erfolgreiche Online-Magazine) schreibt vor allem über luxuriöse Autos und Immobilien.
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