Einmalige Konzeptstudie BMW 328 Hommage
von Oliver Karthaus am 26. Mai 2011 in Luxus-Autos geschrieben.
Anlässlich des 75. Geburtstags des legendären Sportwagens BMW 328 hat sich der Münchner Autohersteller ein ganz besonderes Geschenk gemacht: Auf dem Concorso d’Eleganza in der Villa d’Este in Italien präsentierte BMW in diesem Jahr die Sportwagen-Studie BMW 328 Hommage, die den Geist der vergangener Tage wieder auferstehen lassen soll. Mit seiner langen, breiten Front und dem sportlich kurzen Heck ist dieser Wagen ein echter Hingucker, um dann festzustellen, dass es auch in der Hommage - ganz wie im klassischen Vorbild - keine Türen gibt. Anders als der hauptsächlich aus Aluminium gefertigte, gerade mal 780 kg leichte 328, wurde bei der Neuauflage des Klassikers vor allem Karbon verwendet. Damit übertragt BMW die für die damalige Zeit bahnbrechende Leichtbauphilosophie des Originals in die Neuzeit. Technisch hat der 1300 kg schwere Wagen Ähnlichkeiten mit dem Z4, doch bis auf den 3,0 Liter Reihensechszylinder-Motor gibt es keine Angaben zu den Fahrleistungen des 328 Hommage. Auch das 80 PS starke Original wurde von einem 6-Zylinder-Motor angetrieben.
Auch die Inneneinrichtung kombiniert Altes mit Neuem: In dem sehr aufgeräumten Innenraum findet sich patiniertes Leder mit Bauteilen aus poliertem Aluminium und Karbon sowie einige Elemente des Original 328 wie z.B. Hosenträgergurte. Über die sehr minimalistische Gestaltung des fahrerzentrierten Cockpits täuscht auch die großzügige Verwendung von hellem Leder nicht hinweg. Es bleibt bei den Anzeigen für Wasser- und Öltemperatur und Öldruck sowie Drehzahlmesser und Schaltpunktanzeige - mehr gibt es hinter dem Lenkrad der Studie nicht zu sehen.

Auch die gelochten Felgen mit Flügelverschluss kennt man schon vom Original. Weitere Details wie die kleine, in der Mitte geteilte, asymmetrische Frontscheibe oder die Lederriemen, welche die Motorhaube festhalten lassen erkennen, von wem dieses Fahrzeug abstammt. Die auffälligen runden LED-Scheinwerfer, die aussehen, als seien sie kreuzförmig abgeklebt (wie früher im Motorsport üblich), bestehen aus vier Einzel-Elementen, die durch schwarze Hohlflächen voneinander abgegrenzt sind. Allerdings soll die Konzeptstudie auch ein Einzelstück bleiben, eine Serienfertigung ist ausgeschlossen, erklärt Unternehmenssprecher Manfred Grunert. Der BMW 328 wurde ab 1936 gebaut und zählt zu den erfolgreichsten Sportwagen seiner Zeit. Zum ersten Mal zu sehen war der 3,90 m lange und 1,55 m breite Zweisitzer beim Eifelrennen 1936 auf der legendären Nordschleife des Nürburgrings. Die aerodynamische Linienführung und optimale Motorisierung sowie der konsequente Leichtbau in Kombination mit einem hervorragenden Fahrwerk legten den Grundstein für ein völlig neues Fahrzeugverständnis.


