Die fünf schönsten Öko-Luxus-Hotels

von Oliver Karthaus am 26. November 2010 in Luxus-Hotels geschrieben.
Turtle Island: Eines der ältesten Öko-Luxus-Resorts. (Foto: © Turtle Island)
Turtle Island: Eines der ältesten Öko-Luxus-Resorts. (Foto: © Turtle Island)

Die Zeiten, in denen Nachhaltigkeit und ein ökologisches Bewusstsein auch gleichzeitig Verzicht bedeuteten, sind längst vorbei. Viele Menschen sind bereit, etwas für die Umwelt zu tun, aber dabei wollen sie nicht unbedingt auf Komfort oder Luxus verzichten. Dass sie dies auch keineswegs müssen, beweisen diese fünf Öko-Luxushotels: Der Klassiker und eines der ältesten Öko-Luxus-Resorts überhaupt ist die unbewohnte Fidschi-Insel Turtle Island, die Richard Evanson Anfang der 1970er Jahr kaufte. In den letzten 30 Jahren wurden hier mehr als 500.000 Bäume, darunter 100.000 Mahagoni-Bäume angepflanzt.

Durch den Ertrag der angelegten Gärten wird Turtle Island stets mit frischen Früchten, Gemüse, Kräutern und Gewürzen versorgt. Auf der Insel können bis zu 14 Paare gleichzeitig Urlaub machen. Mehr Gäste sind nicht möglich, damit das ökologische Gleichgewicht der Insel nicht zerstört wird. Wer ganz ungestört sein möchte, kann auch gleich die ganze Insel mieten. Evanson setzt sich vor allem für den Schutz der Schildkröten ein, die auf der Insel leben. Darüber hinaus spendet er jedes Jahr 100.000 US-Dollar für die Schulbildung der einheimischen Kinder.

Ökologisches Vorzeigeprojekt in Phuket

Das 5 Sterne-Resort Banyan Tree Phuket auf der thailändischen Insel Phuket wurde auf dem Gelände einer ehemaligen Zinnmine errichtet, das früher als “für Generationen zerstörtes” schadstoffreiches Ödland galt. Mit einem erheblichen finanziellen Aufwand wurde das Areal re-naturiert und zwar wurden nur solche Pflanzen und Bäume angepflanzt, die von den hier lebenden Tieren der Region auch genutzt werden. Das Resort ist heute ein ökologisches Vorzeigeprojekt und offizielles Naturschutzgebiet, in dem sich unzählige Pflanzen und Tiere tummeln.

Das Banyan Tree Phuket wurde schon mehrfach als bestes Spa-Hotel der Welt ausgezeichnet und gilt gleichzeitig als eines der besten Eco-Hotels Thailands. So gibt es eine hauseigene Wasseraufbereitungsanlage und ein Teil der Einnahmen geht an den Green Imperative Fund. Konkret gehen von jeder Übernachtung 2 US-Dollar an den GIF. Das Banyan Tree spendet noch einmal denselben Betrag. Mit dem Geld werden Projekte unterstützt, die sich dem Schildkrötenschutz und der Bildung der Kinder in der Region verschrieben haben. Das Banyan Tree Phuket sorgt auch für mehr Beschäftigung in der Region und stellt bevorzugt Mitarbeiter aus der Region ein. Nahrungsmittel werden nur von lokalen Anbietern gekauft.

Wüstenbiotop in der Nähe von Dubai

Nur eine Autostunde von Dubai-Stadt entfernt liegt das 6 Sterne-Resort Al Maha inmitten eines 225 Quadratkilometer großen Naturschutzgebiets. Die Anlage mit den großen Zeltdächern steht ganz im Zeichen des Umwelt- und Naturschutzes. So werden 94% des gebrauchten Wassers aufbereitet und wiederverwendet und umweltfreundliche Solarenergie wärmt das Wasser in den Unterkünften des Personals auf, wodurch die CO2-Emissionen erheblich verringert werden.

Auf dem Gelände des Al Maha wurde eine künstliche Tiertränke angelegt, an der sich unter anderem die vom Aussterben bedrohte Oryx-Antilopen tummeln, die extra aus den Vereinigten Staaten von Amerika eingeflogen wurden und den Bestand in den Emiraten wieder aufbauen sollen. Aktuell leben weltweit nur noch etwa 1000 Exemplare. Ein Teil des Gewinns des Resorts fließt regelmäßig in eine Stiftung, mit der der Erhalt und Ausbau des Wüstenbiotops finanziert werden soll.

Wildnis in Kanada und tropisches Klima in Indonesien

Das 5-Sterne-Deluxe-Camp Clayoquot Wilderness Resort Tofino liegt mitten in einem Biosphären-Reservat an der Westküste von Vancouver Island und ist nur per Boot oder Wasserflugzeug erreichbar. In unmittelbarer Nähe befinden sich die beiden großen Nationalparks Stathcona Provincial und Pacific Rim. Das einzigartige Camp arbeitet komplett umweltverträglich und ist wirtschaftlich unabhängig. Dazu tragen effiziente Recyclingsysteme und Holzheizungen bei. Außerdem engagiert sich das Camp in Projekten zum Adler- und Bärenschutz.

Das 4-Sterne-Resort Nihiwatu in Indonesien liegt inmitten eines 175 Hektar großen Gebiets bestehend aus tropischem Regenwald, Grasland, Reisterrassen und Sandstrand. Das Resort besteht aus sieben Bungalows und drei Villen, die ausschließlich von einheimischen Handwerkern aus Naturmaterialien errichtet wurden. Die Gäste werden mit selbst angebautem Gemüse und Obst und frisch gefangenem Fisch verköstigt. Das Resort recycelt seinen Müll und betreibt seine Generatoren für die Stromerzeugung mit Bio-Diesel. Dank einer eigenen Stiftung werden einheimische Umweltschutzprojekte unterstützt.

Previous Image
Next Image

info heading

info content


Autor
Oliver Karthaus ist Gründer und Chefredakteur des 2006 gestarteten Luxus-Magazins Luxusblogger.de. Der erfolgreiche Entrepreneur (ging mit seinem Unternehmen schon 1996 online und führt heute u.a. mehrere erfolgreiche Online-Magazine) schreibt vor allem über luxuriöse Autos und Immobilien.
Newsletter abonnieren:
Andere Leser interessierten sich auch für:

Ein Kommentar

  1. Bee schrieb am 10.Dezember 2011:

    Der Nachhaltigkeitsgedanke hinter diesen Hotels ist sicherlich unbestritten, aber wird diese positive Öko-Bilanz nicht vollends vernichtet, wenn man per Flieger von Deutschland erstmal anreisen muss, um dort umweltgerecht Urlaub zu machen?