Aston Martin One-77: Exklusivität für 1,5 Millionen

von Oliver Karthaus am 16. Oktober 2008 in Luxus-Autos geschrieben.
Der Aston Martin One77 ist das exklusivste Fahrzeug der britischen Sportwagenschmiede. Käufer müssen für den Supersportler rund 1,5 Mio. Euro bezahlen. (Foto: © Aston Martin)
Der Aston Martin One77 ist das exklusivste Fahrzeug der britischen Sportwagenschmiede. Käufer müssen für den Supersportler rund 1,5 Mio. Euro bezahlen. (Foto: © Aston Martin)

Während der rund 1 Million Euro teure Bugatti Veyron lange Zeit den Titel des teuersten Sportwagens der Welt für sich beanspruchen konnte, wurde er im Jahr 2009 von dem streng limitierten Aston Martin One-77 überholt. Während Kunden für den extravaganten Veyron etwa 1,3 Millionen Euro aufbringen müssen, schlägt das exklusive Geschoss aus Großbritannien mit mindestens 1,5 Millionen Euro zu Buche. Damit ist der Aston Martin One-77 – wenn man von einigen Exoten, die nur als Einzelstück oder in Kleinstserie gebaut wurden, absieht – unangefochten der teuerste Sportwagen der Welt. Die Modellbezeichnung One-77 hat Aston Martin gewählt, weil insgesamt nur 77 Exemplare des Supersportwagens von Hand gefertigt werden und natürlich jedes einzelne Fahrzeug einzigartig sein soll.

2700 Arbeitsstunden für den Bau eines One-77

Der One-77 wird im Aston Martin-Werk in der kleinen englischen Ortschaft Gaydon komplett in Handarbeit gefertigt. Für das Zusammensetzen eines One-77 werden 2.700 Arbeitsstunden benötigt, was auch den hohen Preis erklären dürfte. Das Kohlefaser-Chassis ist mit Flügeltüren ausgestattet. Die breiten Lufteinlässe an den Kotflügeln wirken wie Kiemen. Für den Vortrieb sorgt ein 7,3-Liter-V12-Motor, den Aston Martin zusammen mit den Motoren-Experten von Cosworth entwickelt hat. Unter der wunderschönen Haube des One-77 schlummern unglaubliche 750 PS, die jeweils gerade mal zwei Kilogramm über den Asphalt tragen müssen. Den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 schafft der Aston in nur 3,5 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit des Supersportlers bei beeindruckenden 354,86 km/h.

Damit der One-77 auch bei hohen Geschwindigkeiten ein stabiles Handling bietet, fährt zur Unterstützung ab Tempo 120 ein Heckflügel aus dem Kofferraum. Dieser soll für mehr Anpressdruck sorgen und die Urgewalt des One-77 insbesondere in Kurven ein wenig bändigen. Auch die Räder haben entsprechende Maße: 335er Reifen sorgen dafür, dass die 750 Pferdestärken auch auf die Straße gebracht werden können. Für die Verzögerung sorgen Brembo Kreamikbremsen. Jedes Fahrzeug, welches das Aston Martin Werk in britischen Gaydon verlässt, wird an die Wünsche des Käufers angepasst und ist somit ein absolutes Einzelstück.

Update: Schon kurze Zeit nach der Ankündigung des One-77 gingen mehr als 100 Vorbestellungen bei Aston Martin ein. Da ist keine große Überraschung, dass der One-77 innerhalb kürzester Zeit vollständig ausverkauft war. Ein Kunde soll sich mit 10 Exemplaren des britischen Supersportlers eingedeckt haben. Mittlerweile werden Höchstpreise für den nicht mehr ab Werk verfügbaren Wagen bezahlt: In China wurde zum Beispiel ein Fahrzeug für rund 5 Millionen Euro verkauft. Auch bei Sammlern in anderen Ländern ist der britische Autotraum sehr begehrt. Für sein Design konnte der One-77 in den letzten Jahren zahlreiche Auszeichnungen gewinnen, wie den Concorso d’Eleganza, den Good Design Award des Chicago Athenauem und den Best Design Award des Automagazins “Auto Express”.

Aston Martin One-77 Galerie:

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Autor
Oliver Karthaus ist Gründer und Chefredakteur des 2006 gestarteten Luxus-Magazins Luxusblogger.de. Der erfolgreiche Entrepreneur (ging mit seinem Unternehmen schon 1996 online und führt heute u.a. mehrere erfolgreiche Online-Magazine) schreibt vor allem über luxuriöse Autos und Immobilien.
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