Luxus-Immobilien weltweit - Die Preise fallen, aber nur langsam
von Oliver Karthaus am 7. Juli 2008 in Luxus-Immobilien geschrieben.Der Immobilienbau-Boom, der weltweit auch die exklusivsten Luxusziele erreicht hat, scheint langsam zur Neige zu gehen. Noch im letzten Jahr kletterten die Preise in London, Monaco, Manhattan und an den berühmten europäischen Stränden und Skigebieten in schwindelerregende Höhen - was nicht zuletzt auf die zunehmende Zahl reicher Käufer aus China, Indien und Russland zurückzuführen ist. Inzwischen verlangsamt sich der Preisanstieg allerdings sogar in Russlang, wo es immer mehr Ölmillionäre gibt. Ein Preisanstieg von 35% im letzten Jahr bei den ersten Adressen in Moskau klingt zunächst beeindruckend, doch nicht wenn man den Vergleich zum Vorjahr sieht: In 2006 betrug der Preisanstieg für Luxusimmobilien 75%. Hier einige weitere Beispiele aus prominenten Gegenden weltweit: In Verbier (Schweiz) erhält man für $1.5 Millionen Dollar ein Schlafzimmer - allerdings traumhaft gelegen in einer Alpenregion, die Skibegeisterte aus der ganzen Welt anlockt. Im letzten Jahr wurde das einjährige Verkaufsverbot von Immobilien an Ausländer aufgehoben. Für $1.5 Millionen Dollar könnte man sich aber auch ein kleines Studio-Appartement in London gönnen. Im September 2005 begann in der Metropole ein regelrechter Run auf die Immobilien in London, der bis 2007 anhielt.
Auch wenn die Preise hier geringfüging sinken, bleibt das Super-Luxus-Segment in der britischen Hauptstadt nach wie vor stabil. In Monaco gibt es für $1.5 Millionen Dollar ebenfalls ein Appartement - doch ungeachtet der wunderschönen Landschaft, der zahlreichen Casinos und der berühmten Einwohner ist nicht zuletzt die Tatsache, dass die Einwohner hier keine Einkommenssteuer zahlen müssen, besonders attraktiv für reiche Interessenten. In Tokio fallen die Preise trotz traditionell astronomischer Höhen langsam, was nicht zuletzt auf die internationale Finanzkrise und der zunehmenden Anzahl neuer Eigentumswohnungen zurückzuführen ist.


