Das königliche Leben der Hunde in Tokio

von Melanie Hahn am 30. Dezember 2007 in Mehr Luxus geschrieben.

hundetokioWenn man einige Medienberichte liest, könnte man meinen, es gäbe keinen schöneren Wohnsitz für Hunde als in Japan, denn hier ist ein wahres Hundeparadies. Die Hundebegeisterung der Japaner ist so groß, dass es fast mehr gepflegte Hunde gibt als Menschen. Seit dem Jahr 2000 ist ein regelrechter Hunde-Boom zu beobachten und das hat natürlich auch in der Wirtschaft seine Spuren hinterlassen: Vom Tierfutter über Hundebekleidung bis zu dem passenden Schmuck und natürlich dem besten Spielzeug findet der tierliebende Hundebesitzer hier alles, was das zwei- und vierbeinige Herz begehrt. Dabei geht es den Japanern in der Ausstattung ihrer Hunde gar nicht so sehr darum, die Tiere selbst in ihr bestes Licht zu rücken, sondern vielmehr darum, auszudrücken, wie groß ihre Liebe zu ihrem Hund und ihre Sorgen um dessen Wohlergehen ist. So erklärt Chikako Narita, sie sei zu alt dafür, sich aus Kleidung oder Tanzengehen etwas zu machen, stattdessen sorge sie lieber für ihren Hund und genieße es, wenn andere Menschen ihn niedlich finden und bewundern. Für sie gibt es nichts beschämenderes als nachlässige Hundebesitzer. Für die Pflege und das Wohlbefinden ihres Lieblings gibt die Dame jeden Monat umgerechnet zwischen 240 und 300 Euro aus. Bei solchen Aussagen kann Tierarzt Kosuke Ogawa nur den Kopf schütteln. Hunde brauchen Futter, Traininge und die Freundschaft ihrer Besitzer - alles andere sei nicht notwendig.

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2 Kommentare

  1. Alex schrieb am 30.Dezember 2007:

    Da geht es in den meisten Fällen wohl weniger um den Hund, sondern eher um die reine Selbstdarstellung der Besitzer, unter der die Hunde nicht selten auch zu leiden haben.

    Kein Hund würde sich wohl freiwillig stundenlang in den “Schönheitssalon” setzen, und sich die Krallen lackieren lassen. Wozu auch? An einem schönen Spaziergang hätte wohl jeder Hund mehr Freude.

    Wie schon Robert Lembke einst sagte: “Der Hund braucht sein Hundeleben. Er will zwar keine Flöhe haben, aber die Möglichkeit, sie zu bekommen.”


  2. Martin schrieb am 31.Dezember 2007:

    Grundsätzlich finde ich es sehr lobenswert, dass sich die Japaner so um ihre Hunde sorgen.
    Ein schönes Aussehen alleine macht aber noch lange nicht den glücklichen Hund.
    Hunde brauchen vor allem viel Kontakt und Zuwendung von ihren Menschen. Sie brauchen Spaziergänge, geistige und körperliche Beschäftigung und Erziehung. Sie brauchen auch gute tierärtztliche Versorgung.
    Für Hundehalter, die für ihr Tier wirklich die beste Haltung gewährleisten wollen, gibt es unendlich viele Informationen über das Thema Hund in jeder Art von Medien und Medium.

    Grü߸e, Martin


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